Strahlentierchen (Radiolarien)

"Primitive" Einzeller unter dem Mikroskop

Radiolarien, auch Strahlentierchen genannt, kommen im tropischen Atlantik oder auch im Mittelmeer vor. Sie sind mit bloßem Auge nur als Staub auf dem Objektträger zu erkennen. Mit zunehmender Vergrößerung (s.Abbildung) entpuppt sich der Staub als ein Schmuckkästchen voller phantastischer Formen. Es sind die Skelettreste  einzelliger Lebewesen, die sich von noch winzigerem pflanzlichen Meeresplankton ernähren.

Lebende Radiolarien (Protist=Einzeller) besitzen einen Zellkern (Eukariot). Mit den strahlenförmig aus den Gerüstöffnungen heraustretende Plasmafäden, die von starren Stacheln gestützt werden, erbeuten sie noch kleinere Organismen. Die Radiolarie ist in der Lage, ihre Gerüststützen in kurzer Zeit zu verlängern oder auch zu verkürzen.

Radiolarien sind fossil bis in das Erdaltertum (Kambrium) bekannt und kommen auch heute noch lebend vor. Sie sind also lebende Mikrofossilien. Wenn Du schönere Aufnahmen sehen und Vergleiche von rezenten (heute vorkommenden) und fossilen (aus dem Erdaltertum) Formen anstellen willst, empfehle ich Dir diese Internetseite:

 

http://www.mikrohamburg.de/HomeStereo.html

 

Textquellen: WIKIPEDIA "Radiolarien"

                      http://www.radiolarien.de/ (Martin Mach)

Bildquelle:    selbst erstelle Mikroskopieraufnahmen

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jürgen Werth