War Adam ein Neandertaler?

Neandertaler sind auch nur Menschen!

Hier meine Nachzeichnung eines Neandertalers, der in der Paläanthropologie (Wissenschaft vom alten Menschen) über England hinaus, wo der Fund gemacht wurde,  über vierzig Jahre als Übergangs- glied vom Affen zum Menschen galt. Er wurde  schließlich als Piltdown-Fälschung in der wissen- schaftlichen Welt und in den Medien bekannt. Nach seinem Entdecker wurde der Fund "Eoanthropus dawsoni" genannt. Neuere Untersuchungen  ergaben, dass der Finder  Dawson selbst der Fälscher war. Er  hatte die Hirnschale eines mittelalterlichen Men- schen mit dem Unterkiefer und Eckzahn eines Orang- Utan kombiniert und das alles auf alt getrimmt.

Rehabilitation des Neandertalers

 

Nebenstehend meine Nachzeichnung einer modernen Rekonstruktion des Neandertalers.

Man hat ihm einen Anzug verpasst und seine Haare gekämmt.

Sein Gehirnvolumen bewegt sich innerhalb der Größe  eines modernen Europäers.

Offensichtlich konnte er aufgrund eindeutiger Knochenfunde Flöte spielen, wenn auch noch keine Weihnachtslieder.

Nachzeichnung von Pablo Picasso

 

Ein Vergleich beider Portraits zeigt meines Erachtens, dass es nicht so einfach ist, dem oben dargestellten Neandertaler ein durchaus menschliches Aussehen abzusprechen.

Zwar war Adam kein Neandertaler. Doch was spricht eigentlich dagegen, dass Neandertaler sowie moderne Europäer wie alle Menschen von Adam (Adama=Mensch) abstammen?

 

 

Einiges Kleingedruckte zur angeblichen Affenverwandtschaft

Affen sind keine Menschen mit Pelzen

 

Es wird behauptet, dass 99 % der Gene von Affen mit mensch-lichen Genen übereinstimmen würden. Daraus wird gefolgert, Affen seien zu 99% Menschen.  Primatenforscher Conniff stellt fest, dass Schimpansen und Bonobo auf menschliche Sprache sehr differenziert reagierten.  Damit wird suggeriert, Affen könnten fast ebenso gut denken  wie Menschen. Nach neueren Forschungen sind es nur ca. 96%. Nur wenige Prozente führen aber bereits zu riesigen Klüften zwischen den Arten. 50 % der Gene haben wir mit der Banane gemeinsam. Dennoch sind wir nicht zu 50% Banane. Primatenforscher Seyfarth/Cheney  zeigten starke Grenzen der Intelligenz und Kommunikation zwischen Affen und Menschen auf, wie in folgenden Beispielen:

http://www.progenesis.ch/articles/se_biologie/MenschenImPelz.html

Wenn zum Beispiel Paviane an einem frisch zerrissenen Büffel vorbeigehen, können sie nicht zwei und zwei zusammenzählen, nämlich bemerken, dass hier Löwen in der Nähe sein müssen. Nur wenn sie einen Löwen direkt sehen, werden sie alarmiert.

Fotos von Daniel und Norika Euhus mit frdl. Genehmigung

Auch wenn eine tote Antilope hoch oben in einem Baum hängt (weil sie ein Leopard hinaufge-schleppt hat), realisieren sie nicht, dass ihr tödlicher Feind, der Leopard, offensichtlich in der Nähe ist.

Fotos von Norika und Daniel Euhus mit frdl. Genehmigung

Ein anderes Beispiel:

 

Paviane einer Gruppe, welche nach Futter suchen und sich auf zwei entgegengesetzten Seiten eines Waldes verlaufen haben, sind bekannt dafür, dass sie dann bellende Rufe abgeben. Man hat lange angenommen, dass sie damit den Kontakt zueinander aufrecht-erhalten, indem sie einander zurufen,

 

„He, wir sind hier, wo seid Ihr?“ So würden das jedenfalls Menschen machen. Doch geniale Experimente zeigten, dass die Affen damit nur ihre eigene Verlassenheit bekla- gen. Seyfarth und Cheney*) sagen, dass die Affen nicht realisieren, dass andere Affen etwas denken können. Was immer sie für Gedanken und Emotionen haben mögen, sie können diese nicht auf ihre Außenwelt

projizieren, wie das der Mensch dauernd tut. So kann ein Schimpanse über etwas, das er verloren hat, traurig sein. Aber Schimpansen können einen Traurigen der Ihrigen nicht trösten.    
    Diese Unfähigkeit, sich in die Lage eines anderen Affen zu versetzen, wurde krass demonstriert, als eine Äffin namens Sylvia durch tiefes Wasser schwimmen musste und dabei ihr Junges sich auf ihrer Bauchseite festgeklammert hatte. Das Junge ertrank. Weil die Alte selber atmen konnte, realisierte sie nicht, dass ihr Junges dazu unter Wasser nicht in der Lage war.

 

*) Seyfarth/Channey: http//progenesis.ch/articles/se_biologie/MenschenImPelz.html

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Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jürgen Werth