Wo Einwegspritzen wachsen

Ohne Zweifel ist die Einwegspritze eine nützliche Erfindung, obwohl sensible Gemüter ein leichtes Gruseln überkommt, wenn sie an den Einstich denken. Was auf diesem Foto nicht zu sehen ist: Die Schutzkappe, die vor Gebrauch abgezogen wurde.

     Die notwendigen Teile einer sterilen Einwegspritze sind an den fünf Fingern abgezählt:

Schutzkappe, Kanüle, abgeschrägte Spitze gegen Verstopfen, Tank mit  Impfstoff, Kolben mit Pumpmechanismus, um die Flüssigkeit in den Körper befördern zu können.

Intelligent daran ist, dass erstens  keines dieser wenigen Teile für die korrekte Funktion fehlen darf und zweitens alle in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt sein müssen. Mit etwas Phantasie kann man sich ausmalen, dass die Spritze ohne Impfstoff zwecklos und eine Abschrägung am Kolbenende für den Daumen sehr unangenehm wären. Ich behaupte, dass ein so einfaches Instrument nur durch Planung und Intelligenz entworfen und hergestellt worden sein kann.

Auf dieser zugegeben nicht sehr beliebten Pflanze, der Brennnessel, wachsen sterile Einweg-spritzen  im Miniaturformat. Im roten Oval oben sind am Stängel winzige Härchen zu erkennen. Falls man sie nicht sieht und Blatt oder Stängel versehentlich berührt, spürt man sie durch heftiges Brennen auf der Haut. Das wäre dann sozusagen eine unfreiwillige "Spritzenkur".

Auf dem Objekträger mit bloßem Auge gerade noch zu erkennen, Brennnesselhärchen an einem Stängelabschnitt.

 

 

Und so sehen die Härchen unter dem Mikroskop bei stärker Vergrößerung  aus. Am oberen Ende des linken Haares kann mangerade noch eine winzige Kugel erkennen, die schräg auf der Spitze sitzt.

 

     Sie besteht aus Silizi-umdioxid, bricht bei Be- rührung sofort ab und hin- terlässt eine abgeschrägte Kanülenspitze.

Die  Abbildung zeigt rechts die Zeichnung eines stark vergrößerten Brennnesselhärchens. Während bei der  Einwegspritze die Schutzkappe abgenommen und der Kolben nach dem Einstich mit Kraft eingedrückt werden muss, erfolgt die Einspritzung des brennenden "Impfstoffes" rechts in einem einzigen Arbeitsgang. Durch Berührung der Härchenspitze bricht die kugelige Schutzkappe schräg ab und der leichte Druck bewirkt bereits die Einspritzung. Statt eines Kolbens sitzt das Härchen auf einem federnden Zellgrund, dessen Druck ausreicht, die brennende Chemikalie nach dem Prinzip einer alten Ballonhupe auszustoßen.

     Mathematiker dürfen hier gerne berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass dieses Zusammenspiel von Funktionsteilchen, Chemikalie  und richtige  Anordnung durch Zufall und lange Zeiträume entstehen konnte.

 

Quelle: frei nach Prof.Dr.Wolfgang Kuhn: "Stolpersteine des Darwinismus (1), S. 79 ff. "Die nutzlosen Gifte" 1984, Berneck CH  ISBN 3-85-666-022-4

Bildnachweise: 1.und 2. Bild: Pixabay; alle anderen eigene Sammlung

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Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jürgen Werth