Feuer und Wasser

Canyonbildung durch Vulkane und Wassermassen

Oberes Bild: Ausbruch des Mt.St.Helens 1980 im Staat Washington

 

Unteres Bild:

Dieser ›Little Grand Canyon‹ (im gelben Oval) wurde nach einem weiteren Ausbruch des Mount St. Helens im März 1982 durch einen Schlammstrom binnen weniger Stunden gebildet*) und machte so Platz für den "Toutle River", der sich verzweigte und den neu geformten Spirit Lake entwässert. Die Strukturen erwecken den falschen Eindruck, der Fluss  hätte im Laufe von tausenden von Jahren diesen Canyon gegraben.

 

Unteres Bild:

Der große "Grand Canyon", durch den der Colorado-River fließt.

 

Was war eher, der Colorado oder der Grand Canyon?

„Vor 17 Millionen Jahren (Miozän) wurde der Anhebeprozess ...beschleunigt und es entstanden die Colorado Plateaus, die den Grand Canyon umrahmen. Insgesamt dürfte das, den Grand
Canyon umfassende, Gebiet in etwa um 3000 Meter emporgedrückt worden sein; dies erlaubte dem Vorläufer des jetzigen Colorado River, sich in die entstehende Plateaulandschaft einzufräsen.“ (Wikipedia). Nach üblicher Ansicht soll der Fluss, der den heutigen Colorado bildet, den Grand Canyon eingefräst haben. Wie? - In Tausenden von Jahren. Ist es erlaubt, stattdessen eine kurzzeitige aber heftige Wasserkatastrophe, verbunden mit Vulkanismus, anzunehmen? - Durch das gegenwärtige Ereignis des Ausbruchs des Mt.St. Helens ist deutlich geworden, dass große Narben auf der Erdoberfläche durch heftige  katastrophische Ereignisse wie z.B. Vulkanaus- brüche in sehr kurzer Zeit gebildet werden können.

Hier ein vergrößerter Einblick in den ›Little Grand Canyon‹, deren dreißig Meter tiefe Schluch- ten innerhalb von Stunden oder Tagen gebildet wurden, wobei unsere Menschheitsgeschichte auf weite größere Vulkanereignisse zurückblicken kann. 

 

Der folgende Link verweist auf einen ausführlicheren Film des Ausbruchs:

 

http://www.dailymotion.com/video/xx8hiu_der-ausbruch-des-st-helens_tech
*) Beide Abbildungen: ICR, Steven Austin; nachgezeichnet in Kohle

Die Angaben über Kubikkilometer beziehen sich auf die Volumen der hochgeschleuderten Magmen, die als Dampfexplosionswolken ausgestoßen wurden.

 

Quelle: Einführung oin de Vulkanismus von Fritsche/Katulla, S.7 aus "Der Ausbruch des Mt.St.Helens und seine Folgen", Studiengemeinschschaft Wort und Wissen, vereinfacht nachgezeichnet.

Zwei Verdachtsmomente und ihre Bewertung

 

1. Mount St. Helens
Trotz offensichtlich schneller Bildung von Canyons nach dem Ausbruch des Mount St. Helens, die später den Eindruck erweckten, als seien ihre feinen Schichtungen in Tausenden von
Jahren gebildet worden (Little Grand Canyon; Engenneers Canyon) und trotz der bewiesenen Reihenfolge: Erst der Canyon durch Schlamm- oder pyroklastische Ströme, dann der Fluss,
behauptet GEO, ein populäres Wissenschaftsschaftsmagazin, der Fluss hätte den Canyon gegraben.

 

2. Die Channeled Scablands

Der Geologe H. Bretz musste vierzig Jahre um seine Theorie kämpfen, dass die Channeled Scablands durch eine Flutkatastrophe und nicht durch langsame Eiszeitprozesse gebildet wurden. Von seinen Kollegen wurde er jahrelang verächtlich gemacht und bekämpft. Erst durch einen anderen Geologen wurden seine Beobachtungen bestätigt und bewogen die Kollegen, die Scablands näher in Augenschein zu nehmen und H. Bretz Recht zu geben.

 

Kommentar:
Beide Ereignisse stellen die in der Evolution festgeschriebene Lehre von Millionen von Jahren dauernden Prozesse in Frage und lassen die Möglichkeit kurzer Zeiträume durch katastro- phische Ereignisse einschließlich einer weltweiten Sintflut denkbarer erscheinen. Daher
wurden und werden Katastrophen in der Erdgeschichte nur widerwillig zur Kenntnis genom- men, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

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Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jürgen Werth