Ist Gott klüger als Einstein?

Milliarden Lichtjahre und die Kurzzeit der Schöpfung

Wenn in der modernen evolutionären Kosmologie Spekulationen aufgrund weniger Fakten erlaubt sind, genehmige ich mir als physikalischer Dummy in einer kleinen Anekdote als Laie "zu blöken", wie sich C.S.Lewis einmal in seinem Aufsatz "Der Laie blökt" ausdrückte.

Als Einstein in den Himmel kam (Anekdote)


Als Einstein in den Himmel kam und seine Augen öffnete, verschlug es ihm die Sprache vor der gleißenden Helligkeit, die ihn umfing. Das erinnerte ihn an seine Kinderzeit, wenn die Sommerferien begannen und die Sonne schien.

 

     „Oh… !“, war das einzige Geräusch, das er aus seinem staunenden Mund herausbrachte. Da spürte er, wie eine Lichtgestalt auf ihn zukam, ihn herzlich umarmte und mit warmen Worten sagte: „Willkommen im Himmel, Albert! Wie schön, dass du jetzt auch hier bei uns bist.“ Albert durchströmte eine wunderbare Wärme und mutiger geworden antwortete er:


     „O danke, Herr, danke! Was für ein wunderbares Licht! Ich hätte ja in meinen kühnsten Berechnungen nicht gedacht…“ -„Deine Überraschung ist die normale Reaktion wie bei allen, die hier das erste Mal eintreten. Aber, wo du gerade von deinen Berechnungen etwas sagen wolltest, muss ich dir leider etwas beichten, Albert.“

Einstein rief erstaunt: „Beichten ? Du ? Mir ? Etwas beichten?
Aber ich bin es doch, der dir tausend Sünden beichten müsste.“ - „Keine Sorge Albert, ich habe in der himmlischen Buchhaltung nachgefragt. Es sind keine belastenden Einträge über dich vorhanden. Wegen meines Kreuzes wurde sozusagen der „Strg-Alt-Entf- Button“ gedrückt. Und ich möchte dir sagen, Albert, dass ich sehr stolz auf dich bin, nicht nur, weil wir ja sozusagen auf der Erde Volksgenossen waren, sondern wegen deines Urteils über mich. Du hast angesichts meiner Schöpfung gesagt: ›Gott würfelt nicht!‹ Und das war als Physiker in der Zeit damals eine starke Aussage.“ - „Danke Herr, aber wieso musst du mir, bitte schön, etwas beichten?    

 

Quelle: Pixabay >Einstein<

 

Das ist doch abwegig!“, wagte Einstein leise zu protestieren. “Ach Albert“, schmunzelte der Herr, „ich habe einmal dein Gesetz übertreten.“ - „Mein Gesetz? Ich habe doch keine Gesetze gemacht, die sind doch von dir.“ -„Ich meine ein physikalisches Gesetz. Ich meine die ›Einsteinsche Lichtgeschwindigkeitskonstante‹.“

- „Ach die meinst du! Ja, und stimmt die etwa nicht?“ -„Im Prinzip schon. Aber am Anfang, am Beginn der Schöpfung, in dem die meisten Wissenschaftler mein Schöpferwort ›Es werde‹ als Urknall umdeuteten, da habe ich mir erlaubt, das Licht schneller sein zu lassen, als es deine Konstante erlaubt.“ -„Schneller als 300 000 km/Sek? Wieviel schneller?“, wollte Albert protestierten. -„Naja, jetzt sage ich es frei heraus“, lächelte der Herr, „um genau zu sein, unendlich viel schneller, so schnell, dass Dein Ur-Ur-Urgroßvater Adam keine neun Jahre brauchte, um nur den Sirius am schwarzen Himmel entdecken zu können, sondern mein ganzes Sternenheer sofort bewundern konnte. Kannst du mir das verzeihen?“
-Albert dachte einen Augenblick nach und sagte dann: „Das geht schon in Ordnung, Herr. Nachdem du mir so viel verziehen hast, will ich nicht kleinlich sein. Aber bitte erlaube mir eines: Ich muss deinen Anfang der unendlichen Licht-geschwindigkeit in meine Berechnungen neu einbauen. Gibt es hier irgendwo einen Computer ?“ -„Der sitzt auf deinem Hals“, lachte der Herr! „Und außerdem hast du jetzt die Ewigkeit, um deine Berechnungen um die Schöpfungsvariante zu bereichern.“
Nachdenklich machte sich Albert an seine Lieblingsbeschäftigung und murmelte vor sich hin: „Tss, tss, das Licht war schneller als meine Lichtgeschwindigkeitskonstante!“ Da scheint mein junger Kollege und Kritiker Juão Magueijo*) mit seinem Buch ›Schneller als die Lichtgeschwindigkeit‹ wohl schon den richtigen Riecher gehabt zu haben.“

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Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jürgen Werth